r o s s i p h o t o

B i l d e r  v o n  G e r h a r d  R o s s m e i s s l

 

E p i l o g

 

Z u m  S c h l u s s  |  I c h  h a b e  f e r t i g*


Wie so manche gute Bücher mit einem Epilog enden, so endet auch meine Internetseite mit einem Selbigen. Im Umkehrschluss setze ich damit gute Literatur auf die gleiche Stufe wie gute Fotos. Diese sind trotz eines Überangebots im Internet schwer zu finden, den eine mittels Photoshop umgestaltete Aufnahme macht aus dieser noch lange kein gutes Foto.

 

Ich verzichte bis auf wenige Ausnahmen auf Photoshop. Daher hat meine Internetseite auch einen Epilog verdient, da ich hier pure Fotografie zeige. Aber das habe ich schon im Prolog zur Genüge erwähnt. In der Regel dient ein Epilog als Verständnishilfe, als eine Art Interpretation zu dem Geschriebenen, als Darlegung der Intention oder als eine Widmung. Mein Epilog ist eine kleine Nachbemerkung zu meiner Tätigkeit als Fotograf.

  

Im laufe eines Jahres bin ich an zirka hundert Tagen mit der Kamera unterwegs. Wobei eine Kamera stark untertrieben ist.

 

Auf Fototour sind es in der Regel fünf Kameras, die ich mit mir herum schleppe. Zur Vermeidung von Sensorflecken wechsle ich keine Objektive und daher gehört zu jedem Objektiv eine eigene Vollformatkamera von Canon und was wichtig für mich ist, vom gleichen Typ bei möglichst gleicher Standardeinstellung, so dass ich auch bei Dunkelheit genau weiß, wo und wann ich welches Knöpfchen zu drücken habe ohne lange überlegen zu müssen. Bestückt sind meine Apparate mit Objektiven von Canon und Sigma bei Brennweiten von 8 mm bis 600 mm.

 


Im Ergebnis komme ich auf einige Tausend Bilder im Jahr, wobei ich mir beim fotografieren in den zurückliegenden Jahren einige Eigenheiten angewöhnt habe. So mache ich seit meinem Einstieg in die digitale Fotografie grundsätzlich von ein und dem selben Motiv mehrere Aufnahmen, um sicher gehen zu können, dass sich keine versehentlicher Bildfehler eingeschlichen haben. Kostet ja (fast) nichts, außer vielleicht hin und wieder eine neue Speicherkarte. So arbeite ich mit Varianten, sei es bei der Belichtung oder bei der Schärfe. Allein auf diese Weise potenziert sich die Anzahl der jährlichen Bilder in die Höhe. Aus meiner aktiven Zeit im Fotostudio habe ich ein System übernommen, das mir dabei hilft, auch nach Jahren die archivierten Fotos noch zügig zu finden, denn alle Bilder, die ich einmal geknipst habe, kommen auf die Festplatte und von dort zur Sicherung ins externe Archiv. Bis heute habe ich noch kein Bild verloren oder nicht mehr gefunden. 

 

Zur Vermeidung von Fehlern fotografiere ich immer mit einem Stativ und Fernauslöser. Ohne Stativ geht gar nicht. Daher ist jede Kamera mit einer Stativplatte versehen und mit einem Auslöser verbunden. Ein Wechsel dieses Equipments oder eines Objektivs während der laufenden Arbeit ist für mich ein Unding. Die Blende/Zeit Einstellung erfolgt manuell, nur in wenigen Fällen benutze ich noch die Blenden- oder Zeitautomatik. Lediglich den Autofokus lasse ich für mich arbeiten.

 

Auf den Einsatz von Filtern verzichte ich zum größten Teil. Wer in den 60'er oder so wie ich in den 70'er Jahren des letzten Jahrhunderts mit dem fotografieren begonnen hat, der ist manuelles knipsen gewöhnt und konnte sich vielleicht ein paar Tricks aneignen und wer wie ich tage- und nächtelang in der Dunkelkammer verbracht hat, kommt meistens auch ohne die modernen Hilfsmittel gut zurecht. Darauf zur Gänze verzichten möchte ich aber auch nicht mehr. Auch auf Photoshop und Lightroom, selbst wenn es in gewisser Weise im Widerspruch zu dem Eingangs erwähnten steht. Ich bin kein Photoshopkünstler und werde es auch nicht mehr, aber nachschärfen oder nachbelichten erlaube ich mir dann doch.

 

 

* "Ich habe fertig", frei nach Giovanni Trappatoni.

S e r v u s


 

Die Bilder, die mir am besten gefallen oder zusagen, zeige ich dann auf dieser Seite. Oder auf rossigaleria.de | mehr |. Hin und wieder tausche ich die Bilder einzelner Serien aus, denn der Berg meiner Aufnahmen wächst ständig an und auf diese Weise gelingt es mir, eine gewisse Abwechslung zu erzeugen. Nur nicht im Sommer. Da mache ich immer eine dreimonatige Pause und lege alles, ob Kamera und Homepage zur Seite und mache Ferien.

 

In dem Sinn, servus miteinander!

Ende